Amélie Tambour

Amélie Tambour

Regisseurin und Schauspiel Coach

Nach ihrem Studium der Theaterregie an der „Akademie für Darstellende Kunst Ludwigsburg“ unter der Leitung von Luk Perceval, gründete Amélie Tambour einen Raum für Schauspieler, Regisseure und Autoren in Berlin um die „Kunst der Schauspielerei“ zu studieren, auszuprobieren und analysieren. Sie sucht, sowohl in ihren Theaterproduktionen als auch in ihrer Arbeit als Coach im Studio nach Ehrlichkeit, Empathie und Mut. Sie stellt den Schauspieler ins Zentrum der Arbeit, erschafft einen Raum in dem sich der Schauspieler in aller Freiheit entfalten kann. Ein großer Teil ihrer Philosophie beruht darauf, dass ein Schauspieler sein Instrument genauso üben muss, wie das ein Violinist tut. Der Violinist ist zwar fertig mit seinem Studium, trotzdem wird er nie aufhören zu üben. Sie lernte Mike Bernardin an der Akademie in Ludwigsburg kennen, er wurde ihr Lehrer in der Meisner Technik, Mentor für ihre Diplominszenierung, ist nach wie vor ein wichtiger Begleiter, Berater und mittlerweile Kollege. Nachdem Amélie Tambour zum ersten mal in Kontakt mit der Meisner Technik kam, fing sie nicht nur an diese Technik zu nutzen um SchauspielerInnen zu trainieren, menschlicher, lebendiger und emphatischer zu spielen. Sie fing an, Theaterstücke mit der Meisner Technik zu entwickeln. Seitdem brachte sie mehrere Theaterstücke mit ihrer Gruppe „Café Tambour“ auf die Bühne. 2017 traf sie die Schauspielerin und Alexander Technik Lehrerin, Annedore Kleist, die nicht nur ein Mitglied der Theatergruppe wurde, sondern auch anfing im Studio Tambour als Alexander Technik Lehrerin zu arbeiten. Beide haben bewiesen, dass die Philosophie von Alexander die Verkörperung der Meisner Technik ist und dass beide Hand in Hand gehen, den SchauspielerInnen zu helfen freier in ihrer Kunst zu werden.

Amélie Tambour ist als Coach für Schauspieler, Regisseure und Autoren tätig, u.a., für Artjom Gilz, Rony Herman, Katharina Schlothauer, Theresa Tripp, Julian Härtner, Ernest Allan Hausmann, Benjamin Cantu, Anne Zohra Berrached uva.
Amélie Tambour ist seit 2019 Dozentin für Meisner-Technik an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg

Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Annedore Kleist

Annedore Kleist

Schauspielerin und Alexander Technik Lehrerin

Über die Alexander Technik:

Als SchauspielerInnen möchten wir nicht durch unsere persönlichen Gewohnheiten eingeschränkt werden, wir wünschen uns die Vielseitigkeit, auf verschiedene Situationen als unterschiedliche Charaktere anders zu reagieren. Die Alexander-Technik gibt uns Freiheit und Flexibilität, aus unserer gewohnten Art den Körper zu benutzen, herauszutreten. Wir arbeiten an alltäglichen Bewegungen wie Hinsetzen und Aufstehen, Stehen, Laufen etc. Dabei hilft uns der Alexander Lehrer mit subtilen Hinweisen durch seine Hände, überflüssige Spannung aufzuspüren und wegzulassen. Wir lernen, „aus dem Weg zu bleiben“, so dass etwas Neues entstehen kann. Die Art wie wir uns bewegen und Dinge tun, wird leicht und frei. Es entsteht ein Zustand von Ruhe und Präsenz, der die Grundlage für unsere Arbeit als SchauspielerInnen ist.

Die Alexander Technik ermöglicht es uns als Regisseure, einen ganzheitlichen Blick auf SchauspielerInnen zu bekommen. Anstatt zu sagen, dass die Szene fröhlicher sein sollte, ermutigen wir stattdessen den SchauspielerInnen auf auf leichteren Füßen zu gehen. So vermeiden wir die Gefahr uns auf komplizierter intellektueller Ebene zu verlieren.

Annedore Kleist studierte bei Dan Armon an der Schule für Alexander Technik in Berlin von 2000 bis 2004 und arbeitet seitdem als Alexander Technik Lehrerin spezialisiert auf die Arbeit mit SchauspielerInnen. Sie studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, spielte bei Produktionen in Basel, Wuppertal, Berlin uvm. und ist Ensemblemitglied der Berliner Theatergruppe Nico and the Navigators. Seit 2017 ist sie im Team von Studio Tambour als Alexander Technik Lehrerin tätig.

Joe Berger

Joe Berger

Kameramann in Berlin

Der österreichische Kameramann Joe Berger arbeitet seit 2004 in der Filmindustrie. Er studierte zuerst Produktion an der Wiener Filmakademie. Sein Bestreben war stets den komplexen Apparat der Filmherstellung zu verstehen und von allen Seiten zu beleuchten und so trieb ihn seine Neugierde in viele Departements. Er arbeitete als Aufnahmeleiter, Oberbeleuchter, Kameraassistent und sogar Stuntfahrer. Inszenierte Kinderfernsehsendungen und Kurzfilme, stand zuletzt sogar für die Kinokomödie “Die Migrantigen” in der Rolle des ‘Kameramann Tony’, selber vor der Kamera. 2016 schloss er das Masterstudium Kamera an der Hamburg Media School ab. Für seinen Abschlussfilm “Cigarbox Blues” wurde er mit dem deutschen Kamerapreis 2017 ausgezeichnet. Seither arbeitet er ausschließlich als Kameramann.

Joe Berger unterrichtet in Wien und Hamburg, u.a. an der Hamburger Theaterakademie. Der Fokus seines Unterrichts ist die Vermittlung von technischen Abläufen vor der Kamera, der Umgang am Set. Dem Schauspieler das Rüstzeug zu geben, sich sicher am Set und vor der Kamera zu bewegen. Erst daraus entsteht wieder Freiheit und Authentizität. Joe Berger geht es stets darum, trotz der technischen Aspekte, die Magie des Schauspieler zu fördern und einzufangen. Die Kamera als Freund und Partner zu begreifen.